Orchester hoch zwei

24. Mai 2019 | 17:00 Uhr | Konzertkirche | Neubrandenburg
Großes Kooperationskonzert des Philharmonischen Orchesters Vorpommern und der Neubrandenburger Philharmonie Richard Strauss: „Ein Heldenleben“ op. 40 Frederick Delius: „The Walk to the Paradise Garden“ – Intermezzo aus der Oper „A Village Romeo and Juliet“ Alexander Skrjabin: „Le Poème de l’Extase“ op. 54
Orchester hoch zwei

Zwei Orchester verschmelzen an diesem Abend zu einem gewaltigen Klangkörper. Die Kooperation des Theaters Vorpommern mit der Theater und Orchester GmbH Neubrandenburg/Neustrelitz ermöglicht ein Konzerterlebnis exquisitester Art, denn auf dem Programm stehen ausschließlich Werke hochromantischer Prägung, die ein sehr großes Orchester erfordern sowie zwei Generalmusikdirektoren, die jeweils einen Konzertteil dirigieren werden.

Mit Richard Strauss‘ „Heldenleben“ widmet sich Sebastian Tewinkel im ersten Teil des Abends einem Opus, das bei seiner Uraufführung 1899 nicht nur durch seinen monumentalen Orchesterapparat und eine innovative formale Konzeption überraschte, sondern auch mit einem außermusikalischen Programm, das nach den philosophischen wie narzisstischen Sternen greift, musikalisch aber den Himmel auf Erden bereitet.

Die zweite Konzerthälfte wird unter der Leitung von Florian Csizmadia stehen, der sich zwei eher selten gespielten Werken der beginnenden 20. Jahrhunderts widmet. Den Auftakt bildet „The Walk to the Paradise Garden“, ein instrumentales Intermezzo aus der Oper „A Village Romeo and Juliet“ von Frederick Delius. Die Farbigkeit des französischen Impressionismus spiegelt sich im Werk dieses Kosmopoliten ebenso wieder wie die schwelgerisch-morbide Dekadenz des ausgehenden 19. Jahrhunderts und lassen den abendlichen Spaziergang zum Wirtshaus „Paradise Garden“ als Abgesang und Aufbruch zugleich erscheinen – die klangmächtige Schilderung einer Zeitenwende.

Alexander Skrjabins ganz unbescheidene Überzeugung, dass alle Künste, ja das gesamte Universum, auf mystische Weise verschmelzen müssten und er der Richtige sei, dies zu vollbringen, fand ihren Niederschlag in seinem klangsinnlich überbordenden „Poème de l’Extase“, einer Tondichtung, die zwar zeitgleich mit dem gleichnamigen Gedicht von Alexander Skrjabin entstand, die aber keiner Worte bedarf, um sich auszudrücken.

Foto: copyright Vincent Leifer

Veranstalter: Theater Vorpommern

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