Vortrag "40 Jahre getrennt - 30 Jahre vereint"

04. März 2019 | 18:00 Uhr | Foyer/Großes Haus | Stralsund
Programm zum Internationalen Frauentag 2019
Vortrag "40 Jahre getrennt - 30 Jahre vereint"

Vortrag und Gespräch mit Dr. Karin Aleksander und Dr. Heike Schimkat von der Humboldt-Universität Berlin

Die Frau der DDR sollte ebenso wie die Männer eine "allseits gebildete" und Vollzeit-berufstätige Person sein, die zusätzlich einen Beitrag für die Gesellschaft leistete. Bereits 1950 wurde ein "Gesetz über den Mutter- und Kinderschutz und die Rechte der Frau" erlassen. Früh stand die Bereitsstellung umfassender Kinderbetreuungseinrichtungen im Fokus. Trotzdem blieb die Ungleichbehandlung der Doppelbelastung bei den Frauen und wurde durch die Einführung eines "Haushaltstages" instrumentalisiert. Die Kinderbetreuung im Westen wurde dagegen eher als Privatsache gesehen. Jahrzehnte gab es kein Gesetz zur tatsächlichen Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau in der Ehe. Der Mann konnte bis Ende der 70er Jahre den Arbeitsbetrag seiner Frau wegen Vernachlässigung von Haushaltspflichten kündigen und blieb Letztentscheider. Rund 30 Jahre nach der Wende mögen sich die Frauen aus Ost- und Westdeutschland oberflächlich angenähert haben, doch eine gesamtdeutsche Interessenwahrnehmung von Frauen sieht anders aus.

Die Gleichstellungsbeauftragten der Hansestadt Stralsund und des Landkreises Vorpommern-Rügen laden gemeinsam mit dem Theater Vorpommern-Rügen ein mit Dr. Karin Aleksander vom Zentrum für transdisziplinäre Geschlechterstudien der Humboldt-Universität zu Berlin und Dr. Heike Schimkat, Dozentin an der Freien Universität Berlin.

Voranmeldung: gleichstellungstralsund.de /h.haase@stralsund.de

Veranstalter: Theater Vorpommern
Eintrittspreis: Eintritt frei

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